The next generation …

Schlagwörter

, , , , , ,

Lehrgang in Neudietendorf, weit im Osten und noch weiter von zu Haus. Früher Morgen, Zweiter Tag. Ein bisschen Sonne lugt durch das Fenster, Kaffee kochen, Duschen, einen Augenblick sitzen. 06.52 h, das gerade eingeschaltete Telefon piepst, eine Nachricht aus Hamburg, mein Sohn. „Na, Kurs schon angefangen?“ Antwort getippt: „Ja, läuft gut, wie geht’s euch?“ Rückmeldung: „Ganz gut“. Also noch nichts los.

Dann ein Bild. Ein kleiner Fuß, ein bisschen rot, ein bisschen schrumpelig. Ich bin sprachlos. Es läuft es mir heiß & kalt den Rücken runter. „Du Sack“ schreibe ich. „Herzlichen Glückwunsch“ und „Ich freu mich so für euch!“. Dann telefonieren wir, ein frisch gewordener Vater und ein ebenso frischer Großvater. Mama & Tochter geht es gut, alles ist glatt gegangen, alle sind gesund. Auch der Vater scheint wohlauf. Wir reden eine Weile und freuen uns zusammen, dann muss er Schlafen und ich gleich zum Lehrgang.

Ich sitze noch einen Moment und schaue auf das Foto, die Fotos, es werden in diesem kleinen Wunderwerk der Technik nach und nach immer mehr. Charlotte, ein wunderschöner Name. Was bin ich froh, dass es so glatt ging. Dass Mutter und Tochter gesund sind. Keine Selbstverständlichkeit, auch, wenn wir das Heute so einfach an- und hinnehmen. Ich habe Angst um sie gehabt, irgendwo so ganz hinten im Kopf und undifferenziert und habe darüber natürlich geschwiegen. Sie hatten auch so genug zu Bedenken und zu Berücksichtigen. Jetzt ist alles gut, sehr gut sogar. Ich denke zurück, an jenen Morgen in Bremen-Nord, als der jetzt so stolze Vater geboren wurde, an meine Aufgeregtheit, diesen Wahnsinnsmoment als ich ihn das erste Mal in den Armen hielt und ich weiß wie er, wie sie sich jetzt zusammen fühlen werden.

Großvater. Opa. Wie das klingt. Und anfühlt. Ich trinke meinen Kaffee aus und freue mich. Und wider hat sich die Welt ein Stückchen weitergedreht, haben sich die Generationen um eine Raste weitergeschoben, ist auch ein Stückchen vom Leben für mich abgeschlossen und beginnt an eben derselben Stelle für dieses kleine Wesen ganz neu. Von Vorne. Ganz frisch. Ich fühle ein kleines bisschen Trauer in mir, für das, was war und zu Ende ist. Und ich spüre das große Glück, dass ich das erleben darf, dass ich irgendwie und irgendwo ein kleiner Teil davon bin.

Es ist gut, wie es ist. Und so macht sich an diesem Morgen in Neudietendorf ein ziemlich glücklicher Opa auf in einen ziemlich schönen Vormittag …

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

The next generation …

Schlagwörter

, , , , , ,

Lehrgang in Neudietendorf, weit im Osten und noch weiter von zu Haus. Früher Morgen, Zweiter Tag. Ein bisschen Sonne lugt durch das Fenster, Kaffee kochen, Duschen, einen Augenblick sitzen. 06.52 h, das gerade eingeschaltete Telefon piepst, eine Nachricht aus Hamburg, mein Sohn. „Na, Kurs schon angefangen?“ Antwort getippt: „Ja, läuft gut, wie geht’s euch?“ Rückmeldung: „Ganz gut“. Also noch nichts los.

Dann ein Bild. Ein kleiner Fuß, ein bisschen rot, ein bisschen schrumpelig. Ich bin sprachlos. Es läuft es mir heiß & kalt den Rücken runter. „Du Sack“ schreibe ich. „Herzlichen Glückwunsch“ und „Ich freu mich so für euch!“. Dann telefonieren wir, ein frisch gewordener Vater und ein ebenso frischer Großvater. Mama & Tochter geht es gut, alles ist glatt gegangen, alle sind gesund. Auch der Vater scheint wohlauf. Wir reden eine Weile und freuen uns zusammen, dann muss er Schlafen und ich gleich zum Lehrgang.

Ich sitze noch einen Moment und schaue auf das Foto, die Fotos, es werden in diesem kleinen Wunderwerk der Technik nach und nach immer mehr. Charlotte, ein wunderschöner Name. Was bin ich froh, dass es so glatt ging. Dass Mutter und Tochter gesund sind. Keine Selbstverständlichkeit, auch, wenn wir das Heute so einfach an- und hinnehmen. Ich habe Angst um sie gehabt, irgendwo so ganz hinten im Kopf und undifferenziert und habe darüber natürlich geschwiegen. Sie hatten auch so genug zu Bedenken und zu Berücksichtigen. Jetzt ist alles gut, sehr gut sogar. Ich denke zurück, an jenen Morgen in Bremen-Nord, als der jetzt so stolze Vater geboren wurde, an meine Aufgeregtheit, diesen Wahnsinnsmoment als ich ihn das erste Mal in den Armen hielt und ich weiß wie er, wie sie sich jetzt zusammen fühlen werden.

Großvater. Opa. Wie das klingt. Und anfühlt. Ich trinke meinen Kaffee aus und freue mich. Und wider hat sich die Welt ein Stückchen weitergedreht, haben sich die Generationen um eine Raste weitergeschoben, ist auch ein Stückchen vom Leben für mich abgeschlossen und beginnt an eben derselben Stelle für dieses kleine Wesen ganz neu. Von Vorne. Ganz frisch. Ich fühle ein kleines bisschen Trauer in mir, für das, was war und zu Ende ist. Und ich spüre das große Glück, dass ich das erleben darf, dass ich irgendwie und irgendwo ein kleiner Teil davon bin.

Es ist gut, wie es ist. Und so macht sich an diesem Morgen in Neudietendorf ein ziemlich glücklicher Opa auf in einen ziemlich schönen Vormittag …

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.