Morgenstimmung. Irgendwo zwischen Herbst und Winter. Die allerletzten Blätter hängen noch an den Bäumen und warten auf einen alles dahinmordenden Wind, dem sie zweifelsohne zum Opfer fallen werden.

Nasskalte sieben Grad lassen Jenen, der nach Draussen muss, über die passenden Klamotten sinieren. Die Sonne, durchs Fenster so schön am Leuchten gesehen, ist eine hinterhältige Falle der Natur, eine optische Täuschung um dünnbekleidete Menschen mit der ersten Erkältung des Jahres versehen zu können. Die Winterjacke: eindeutig zu warm. Nur ein Pullover: ebenso eindeutig zu durchlässig. Dunkle Wolken mit temporären Sonnenlöchern lassen ahnen, dass es später noch reichlich feucht werden könnte. Ein unauffälliger Wind sorgt an ungeschützter Stelle zusätzlich für Kühle, die Feuchtigkeit wird dann schnell irgendwie unangenehm.

Also drinnenbleiben. Aufräumen, die Weihnachtslisten durchschauen, über Geschenke sinnieren, Kaffee trinken. Wird schon werden. In sechs Monaten ist es wider Sommer und bis dahin auf eine ganz eigene Art schön. Geniessen wir es …