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Sie saßen im Auto. Draußen regnete es.

„Wie ist das mit uns“, fragte sie.

Er schaute seitlich aus dem Fenster in den Regen. War irritiert. Mit der Frage hatte er nicht gerechnet. Nicht jetzt. Gab es darauf eine vernünftige Antwort, eine ohne langatmige Diskussion?

„Es ist“, gab er nach längerem Zögern zurück.

Lange Pause. Dann: „Es ist schön. Ich will das nicht hinterfragen. Nicht jetzt. Nicht Nachdenken. Es ist. Das reicht.“ Dann fügte er noch hinzu: „Ersteinmal.“

Ein langes Schweigen herrschte im Wagen. Der Regen trommelte monoton auf das Blechdach. Aus ihrem Haar bahnte sich ein einsamer Tropfen langsam den Weg über die Haut, dicht am Ohr vorbei und verschwand im Kragenansatz. Sie hatte die Beine angezogen und hockte auf dem Sitz, ihr Blick ruhte auf dem Stück ersoffener Wiese vor der Kühlerhaube und dem grauen Nachmittagshimmel darüber.

„Es ist …“ wiederholte sie nach einer ganzen Weile langsam und sehr gedehnt. Sie schwieg. „Ja, ich glaube, damit kann ich sein“. Nach einer Pause, mit einem Seitenblick und einem scheu angedeuteten Lächeln: „Ich werde darüber nachdenken.“

Er nickte leicht, sah zu Boden. Der Gedanke, dass etwas sein konnte, ohne dass gleich eine tiefe Bedeutung haben müsse, tat ihm gut. Dass sie bereit war, das mitzudenken, erstaunte ihn. Eine solche Übereinkunft gab Raum. Auf beiden Seiten.

Für Entwicklung. Etwas Unbekanntes. Einen Anfang. Oder ein Ende.

Je nachdem.