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Vier Wochen NICHTS. Und das in einem Blog. Ohne Ankündigung. Ohne Platzhalter. Einfach so.

Ein fast tödlicher Fehler in dieser schnelllebigen Umgebung, wo Interesse ebenso schnell erlöschen kann, wie es durch einen Beitrag oder ein Bild geweckt wurde. Wahrscheinlich hat es mich einige meiner eben sowieso nicht zahlreichen Leser gekostet. Das wäre nicht schön. Schade irgendwie. Und trotzdem: es war einfach nötig.

Es waren volle Wochen, oha. Ein großes Projekt, bei dem ich einfach dabei sein wollte. Unbedingt. Urlaub, zwei Wochen auf einer Baustelle und in einem bunten Team, das im Schnitt so deutlich jünger war als ich. Ein Leben zwischen Wohnwagen und sehr viel Arbeit, vom frühen Morgen bis spät in die Nacht. Zugeben, dass es manchmal etwas viel wurde, das das „mehr an Alter eben – unerfreulicher Weise – doch dann und wann eine Rolle spielte? Sowas geht natürlich gar nicht, Mann packt das mit Links, das wäre ja noch schöner. Nach vielen Jahren plötzlich wieder LKW gefahren, Dinge geschleppt, die so verflucht schwer waren. Sachen beschafft in einer Stadt, die (noch?) nicht meine ist. Nerven gelassen. Abends einfach nur umgekippt. Es trotzdem geliebt. Voller ehrfürchtigem Staunen zugesehen, wie Andere ihre Idee von einem selbstständigen und so anderen Leben um- und durchsetzen. Diese Begeisterung. Die Hoffnung. Die viele Arbeit. Die Erschöpfung. Respekt!

Die Eröffnung erlebt, die Nacht davor: kein Schlaf für Viele, weiter, weiter, wir müssen fertig werden. Morgens um fünf gaaaanz kleine Augen, noch kleineren Elan, Restenergie: Fehlanzeige. Und trotzdem: weiter, wir müssen fertig werden! Die Eröffnung. Ein paar Leute, ein Rinnsal. Dann ein munterer Bach, ein stetiger Strom und dann eine Flut. 1400 Leute an zwei Tagen, zum Schauen, zum Staunen, voller Interesse, voller Freude, der Sache und dem Sport zugeneigt. Dazwischen die Macher, seit unzähligen Stunden ohne Schlaf, übernächtigte Gesichter voller Freude, Adrenalin satt, happy ohne Ende, es läuft, es geht los, alles ist gut, erstmal, dann sehen wir weiter.

Den Tag danach, die Rückkehr in das normale Leben, den eigenen Job an anderem Ort. Schon auf dem Weg nach Hause der Breakdown, die graue Wolke in Kopf, Regenwetter in der Seele. Die Batterie: leer. So Vieles fehlt auf einmal. Daheim Arbeit in Haus, Job und Aufgabe, reichlich Liegengebliebenes. Die erste Woche ohne Punkt und Komma, Kleinkram, zeitfressend und zermürbend. Wochenende: Fehlanzeige. Und so geht es weiter, wird langsam übersichtlicher, nicht weniger. Guten Freunden geht es schlecht, das macht Sorgen. Die Urlaubszeit naht, die Ferien, Vertretungen sind organisieren und zu übernehmen. Eine Jugendfreizeit zieht am Horizont herauf und will mit vorbereitet sein. Kommen wir von dort zurück, ist auch der Sommer fast am Ende und das Jahr wird sich bedenklich dem Ende zuneigen. Keine wirklich gute Aussicht.

Bei all diesen Dingen blieb keine Zeit zum Schreiben. Vielleicht hätte es Möglichkeiten gegeben, wenn ich ehrlich wäre. Aber die Unlust war größer. Texte verfassen: och nö, nicht jetzt. Denken gar? Oh Jammer, oh Elend!

Und so kam es, wie es jetzt gekommen ist. Nicht gewollt, aber passiert.

Das soll sich ändern. Versprochen.

Ab sofort.