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Es ist früh Abend geworden. Seit der Zeitrückstellung ist das so. Ab 16.00 Uhr wird es dämmerig, an einem trüben Tag wie Heute sowieso. Um 18.00 Uhr ist es dunkel. Und plötzlich ist es auch nasskalt, zwar ohne Wind, aber nach den doch noch recht warmen Tagen der letzten Wochen spürt man es umso deutlicher. Der Herbst ist in der Stadt.

Mit der Dunkelheit ist dann auch der Nebel gekommen. Feine Tröpfchen in der Luft, die sich schnell auf der plötzlich notwendigen Jacke niederschlagen. Die Lampen in den Straßen bekommen einen Hof, der Himmel ist hinter der von Unten beleuchteten Nebelglocke nicht mehr zu sehen.

Aber da Drüber, über diesem Leuchten, da sind welche, die den Wetterumschwung sehr viel besser zu deuten wissen, als wir das mit unseren verkrüppelten Instinkten hinzubekommen vermögen. Seit den frühen Abendstunden ziehen die großen Gänseschwärme. Im Abstand von nur wenigen Minuten überfliegen sie die Stadt, ihre Orientierungsrufe sind deutlich von Oben zu vernehmen. Nur selten sieht man einige der sicherlich vielen hundert Tiere undeutlich durch den Dunst, aber die Flugrichtung lässt sich auch an den Geräuschen feststellen. Es geht nach Süden, die kurze Rast in den Ostewiesen auf dem langen Weg in das Winterquartier ist vorüber.

Der erste Frost zieht heran und sie spüren ihn kommen. Der Herbst ist da. Und der Winter scheint ihm dicht auf den Fersen …