Schlagwörter

, , , , ,

„Du sagst, du liebst mich?“

„Ja. Du mich nicht?“

„Doch. Hm. Ich weiß nicht. Du musst es vielleicht einmal so betrachten, wie man es in der Gewaltfreien Kommunikation macht.“

„Hmhmm. Wie betrachtet man es dort? Magst du es mir erklären?“

„Na ja, möglicherweise wäre es denkbar, dass du gar nicht mich liebst, sondern das der Wunsch nach Liebe deinem eigenen Bedürfnis nach Liebe entspringt und du das nun auf mich projizierst. Dann würdest du nicht mich lieben, sondern einem Bedürfnis von dir nachkommen.“

„Hm. Das finde ich eine sehr kühle Sicht von etwas grundsätzlich sehr Schönem. Und außerdem: Ich fühle anders.“

„Sicher?“

„GANZ sicher.“

„Aber es wäre doch denkbar. Und dann wäre es gar nicht so schlimm, wenn es mich nicht gäbe. Dein Bedürfnis würde bleiben.“

„Nein.“

„Nein?“

„Nein!“

„Wie, nein? Ich weiß ja nicht sicher, ob man das Modell auf diese Situation anwenden kann, aber immerhin, das wäre doch denkbar. In meinen Lehrgängen gab es von Anfang an Streit darum. Die Einen dachten so, die Anderen anders.“

„Ich denke aber, das geht so nicht.“

„Warum?“

„Ich habe dich in meinem Herzen.“

„Und das bedeutet, du liebst mich?“

„Ja.“

„Einfach so?“

„Nicht einfach so. Sondern weil du so bist, wie du bist.
Ohne Erklärung. Ohne Bedingung. Nichts Anderes!“

„Oh …“