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Ich tue das ganz selten. Einen Text eines, einer Anderen „rebloggen“. Denn eigentlich, so denke ich, sollte einjeder seine eigenen Ideen und Gedanken verbreiten, das ist es ja, was das Bloggen so interessant und so vielseitig macht.

Hier ist es etwas Anderes. Eine kurze, nachdenklich Geschichte zum Tagesgeschehen, zu Flüchtlingen, Vertriebenen, zu Hass und Ablehnung, zu Bildern und Kommentaren. Und auch, weil es beim Finden eines neuen Weges zum Umgang mit diesen Menschen und zur Lösung ihrer Integration jeder besonnenen Stimme, jedes nachdenklichen Menschen bedarf … von den Anderen, jenen mit der „Patentlösung“, haben wir schon viel zu viele.

Die von mir so geschätzte kaetheknobloch hat einen leisen Text geschrieben. Voller Erinnerungen, Erfahrenem, voller Mahnung, ohne erhobenen Zeigefinger und trotzdem eindrücklich.

Hier ist er.

bittemito

Ich hätte es nicht tun sollen. Mich weiter der medialen Flut entziehen müssen. Ahnte doch längst aus den unvermeidlichen Schnippselchen, die eines jeden Augen und Ohren besudeln müssen, in welchem Unrat und geistigen Dünnschiss man da ersaufen kann. Aber ich wollte recherchieren. Der Lichtundschattentext war nur ein kleiner Anfang. Ich habe meinen Opa da gesucht und ich habe ihn für mich gefunden. In Bautzen, verurteilt von einem russischem Militärschnellgericht. Vorher Naziknast, danach Stasibunker… Die Geschichte ist jedoch noch nicht erzählbereit. Aber ich erzähle nur umrissen allen gerne die andere, die meiner Ominkel. Nein, gerne erzähle die eigentlich nicht, denn Wut diktiert mir die Fingerkuppen…

Bäuerin, zwei kleine Mädchen, noch keine zehn Jahre alt; mit einem Leiterwagen auf der Flucht. Quer durch Deutschland. Mann und Sohn irgendwo im Krieg verschollen. Angst um Leib und Seele. Heimat und Habe zurückgelassen, angewiesen auf fremde Hilfe. Bettelnd jeden Abend um einen Platz in einer…

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