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Früher Morgen, irgendwo auf einem Sandhügel, garnicht so sehr weit weg vom großen Strom. Langes Abschlußwochenende eines Hospizkurses, nach einem lustigen Einstiegsabendend schläft alles noch oder ist damit beschäftigt, sich präsentationsfähig zu renovieren.

Ich sitze rittlings auf einer breiten Holzbank, unter mir ein kleiner Fischteich. Um mich herum tirrilieren die kleinen Federsäcke, was das Zeug hält. Ansonsten herrscht Stille, unterbrochen nur von dem Bäckerauto, dass die Brötchen für das Hotel und damit auch für mich bringt. Vor mir dampft der erste Kaffee des Tages, meine kleine Musikmaschine liegt ungenutzt danaben. Zu schön die Stille und die Zwitscherheinis. Die Sonne scheint mir in das Gesicht und wärmt mich durch und durch. Sie glüht durch die geschlossenen Augenlieder, ein wunderbares Gefühl. Ein Moment absoluten, fast uneingeschränkten Friedens …

Das letzte halbe Jahr war heftig. Nein, das ganze letzte Jahr, wenn man es auf Monate rechnet. Aber jetzt habe ich den Eindruck,  die Dinge fallen irgendwie an ihren Platz. Nicht, das alles so wäre, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber sie werden besser oder ich lerne, sie zu akzeptieren, wie sie nun mal sind. So habe ich die Muße, diesen Moment uneingeschränkt zu genießen.

Eine Liedzeile fällt mir ein, aus irgendeiner Uraltschnulze von Udo Jürgens: „Meinst du nicht, es wär an der Zeit für ein wenig Dankbarkeit?

Ist es.