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Geschunken gekrochen, einfach so. Gestern. Mal so eben, zwischen Kaffeetassen und trocknem Restekuchen. Nach ein wenig Zeit zusammen und kurz vor dem Gehen. Von mir ganz, ganz lieben Menschen.

Und sie hatten ihn aus´m Schaufenster heraus, wo er eigentlich verkaufsfördernd und nur als Dekoration hing. Von dort, weil, zum Verkaufen war in dazugehörigen Lädchen nämlich eigentlich keiner mehr da. Zu gut die Geschäfte der letzten Wochen, zu spät  schon im Jahr für den Erwerb von Sternen. Normalerweise. Rausgerückt von der Dealerin, weil sie eine gute Freundin ist und weil die beiden Schenker den Notstand nachdrücklich und glaubhaft vermitteln konnten: Vorweihnachtszeit, der Sohn, darbend in Düsternis und ohne Leuchtstern, weil das Vorgängermodell nach jahrelangen, treuen Diensten ein bedrückend plattes Opfer der Umzugs- und Kartonpackwirren wurde.

Nun hängt der Neue in der kleinen Wohnküche vor dunklem Fenster und leuchtet sanft vor sich hin, hinaus in eine echt kalte und – wie´s scheint – nasse Nacht. Kein Blinken, kein Lauflicht, nix Buntes. Kein elektronisches Gefiepe. Einfach nur ein Stern, dafür aber  mit einer Botschaft dahinter, für den, der sie spüren mag.  Aber ganz schön schön. Und so unglaublich wertvoll, wegen der Art, wie und durch wen ich zu ihm gekommen bin.

Dank euch.