Wetterwarnung …

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Du stehst am Strom und schaust zu, wie über das Wasser ein Gewitter heranzieht. Die Wettermeldungen hast du gehört, die langsame Höherstufung der Warnstufen so am Rande registriert, was gehts dich an.

Ein Blick über das Wasser belehrt dich dann allerdings, daß es dich gleich eine ganze Menge angehen wird. Auch darüber, wer und was hier das Sagen hat. Die Natur wechselt in Minuten von beeindruckend zu bedrohlich. Die seltsamen Wolken und der rapide auffrischende Wind machen es nur allzu deutlich. Bei den Seglern auf dem Fluss bricht jetzt Hektik aus, überall wird das Tuch heruntergeholt. Ein jeder strebt unter Motor noch schnell dem schützenden Hafen oder zumindest der Lee hinter einer Buhne oder in einer der kleinen Buchten zu.

Dann zieht die Front rasend schnell über den Standort des Beobachtern hinweg und die Hölle bricht los. Windböen mit Orkanstärke peitschen das Wasser, ein großes Werk verschwindet im rötlichen Staub des dort in riesigen Halden lagernden Bauxits. Die  Wolke zieht über den Fluss heran, ist beim Atmen zu schmecken und auf der Haut zu spüren. Nur kurze Zeit, dann wäscht sie ein alles ersäufender Sturzguß herunter, das Prasseln ist Ohrenbetäubend, die ersten Bäume knicken und Zweige fliegen durch die Luft.

Der Fluss ist kaum noch zu sehen, ein einsames Motorboot kämpft sich durch die plötzlich beachtlichen Wellen. Der Steuermann zielt auf die Mole, er will in den  ruhigeren Nebenfluss, sucht den Nothafen und vor allem den Windschatten der Pier. Ein mutiges Unterfangen, mit starkem, schiebendem Strom  riskiert er es, was bleibt ihm anderes übrig. Es klappt, er kann es. DEN Stein konnte man fallen hören …

Zurück auf dem Weg in die Stadt. Der Freund hat einen weiteren Weg, berichtet von Unterwegs von Rettungswagen und Feuerwehreinsätzen. Nicht alle sind wohl so gut davon gekommen.

Der Schrittv on beiendruckend zu bedrohlich zu gefährlich scheint klein.